23 Bundes- und Landesmusikakademien in Deutschland mit fast 500 Proberäumen und 2.000 Betten bieten mehr als 1.000 Kurse im Jahr.

Und Platz für Chor und Orchester.


03.10.2021 - 10.10.2021
Ort: Musikakademie Schloss Weikersheim
Dirigierseminar für Jugendorchesterleiter*innen

Vorweg: Es handelt sich nicht um einen Dirigier(Meister-)kurs!

Es geht darum, als Ensembleleiter*in den Jugendlichen Musik zu vermitteln, Probenziele zu formulieren und die Musiziergemeinschaft zu motivieren, ihr Bestes zu geben. Es geht darum, Proben zu planen, in der Probensituation Prioritäten zu erkennen und an Wesentlichem zu arbeiten, um den Weg für Musik handwerklich und qualitativ freizumachen.

Für die Kursarbeit steht das Jugendsinfonieorchester der Jugendmusikschule Ludwigsburg zur Verfügung, in dem Teilnehmer* innen auch mitwirken sollen, sofern sie ein Orchesterinstrument spielen. Im Kurs wird mit dem aktuellen Repertoire des Orchesters gearbeitet, welches rechtzeitig zur eigenen Vorbereitung der Teilnehmer*innen bekannt gegeben wird.

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04.10.2021 - 06.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Orgel Lehren & Lernen

Begeisterung wecken für ihre nahezu unerschöpflichen klanglichen Möglichkeiten, ihre spieltechnischen Herausforderungen und den ungeheuren Reichtum ihres Jahrhunderte überspannenden Repertoires: Im breitgefächerten Tätigkeitsfeld zahlreicher Kirchenmusiker*innen und freischaffender Organist*innen nimmt der Orgelunterricht einen hohen Stellenwert ein. Die Ausbildung konzentrierte sich indes in der Vergangenheit vorrangig auf künstlerische Aspekte. Inzwischen rücken jedoch pädagogische, didaktische und methodische Themen rund um den Instrumentalunterricht mit der Orgel zunehmend in den Fokus – sowohl an den Hochschulen als auch in der beruflichen Praxis.
Gründeten in der Vergangenheit musikalische Biografien von Orgelspieler*innen meist auf der Basis eines vorhergehenden Klavierunterrichts, so stehen Orgellehrende heute vor der Aufgabe, vielfältige Zugänge zu ihrem Instrument zu eröffnen. Hier gilt es, ganz verschiedene Interessengruppen bei der Verwirklichung  ihrer Bedürfnisse und Wünsche und dem Erreichen ihrer Ziele zu begleiten und zu unterstützen: von dem ersten gemeinsamen Suchen nach Klängen mit Vorschulkindern über die Förderung von orgelbegeisterten Jugendlichen auf dem Weg zur Hochschule bis hin zur ambitionierten musikalischen Arbeit mit erwachsenen Hobbymusiker*innen. Eine heterogene Gruppe von Früh-, Spät-, Quer- und Seiteneinsteiger*innen, für die man als Lehrperson nicht nur ein breites musikalisches Repertoire benötigt, sondern vor allem auch vertiefte Einblicke in die vielfältigen Aspekte der Vermittlung und Formen des Lehrens und Lernens im Instrumentalunterricht.
Angesichts dieser Bandbreite an Anforderungen, aber auch vor dem Hintergrund gravierender Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen, in Freizeit, Schule, Beruf, in kulturellen wie religiösen Kontexten,
wirft die Fachtagung „Orgel – Lehren & Lernen“ – bewusst provokant – die Frage nach der Notwendigkeit einer „neuen“ Orgeldidaktik auf und lenkt von dort aus den Blick auf aktuelle methodische und didaktische Ansätze. Impulse zu digitalem Lernen, zu pädagogischen, psychologischen und physiologischen Aspekten des Übens, Ideen zum Lernen über Improvisation, zum Musik-Erleben vom ersten Ton an laden ein, das Themenfeld Orgel und Unterricht aus verschiedensten Perspektiven zu betrachten, weiter zu denken und neu zu denken.

In diesem Sinne möchte diese Fachtagung im „Jahr der Orgel 2021“ Raum schenken, Erfahrungen und Einsichten im kollegialen Austausch miteinander zu reflektieren, sich anregen zu lassen und in einen kreativen fachlichen Diskurs einzusteigen … mit dem Ziel, den eigenen Unterricht auf der Orgel für jede Altersstufe und jedes Spielniveau kreativ, innovativ, begeisternd und effektiv zu gestalten.

Themen und Inhalte

  • Brauchen wir eine „neue“ Orgeldidaktik?

- Bestandsaufnahme – Desiderate – Perspektiven

  • Orgeldidaktik auf der Basis allgemeiner Instrumentalpädagogik/-didaktik

- fachdidaktische Konzeptionen – Ideen – Ansätze

  • Orgelschulen

- im historischen Überblick
- Konzepte aktueller Orgelschulen

  • Unterrichtsliteratur

- Und was kommt nach den „Acht kleinen Präludien“? – Ideen für weiterführende Orgelliteratur
- Aspekte der Aufführungspraxis im frühen Orgelunterricht

  • Übedidaktik & Übemethodik

- pädagogische, psychologische und physiologische Aspekte
- differenzielles und mentales Üben

  • digital unterstütztes Lehren und Lernen im Orgelunterricht

- Betrachtungen zu digitalen Dingen & Medien im Kontext des (Orgel-)Lernens
- Digitales im Orgelunterricht: Einblicke – Praxis – Perspektiven
- Tools für den Unterricht

  • Improvisation: Kreativität & Struktur

- Improvisation als Lerninhalt und -methode
- freies Spiel, Stilimprovisation, Liedvariation

 

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07.10.2021 - 10.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Elementare Klavierpraxis: Begleiten mit Akkorden & Patterns

Ob besinnlich und atmosphärisch oder pulsierend und groovend: Eine passende Klavierbegleitung ist ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor! Denn wenn aus „einstimmig-einsamen“ Melodien und Liedern ein vollständiges musikalisches Ganzes wird, harmonisch- rhythmische Unterstützung das Spielen und Singen geradezu beflügelt, entstehen mitunter beglückende musikalische Momente.

Um dies zu erreichen, braucht man indes keine hochgezüchteten pianistischen Fähigkeiten. Wie stets als Musiker*in zwischen den Polen „Künstler*in“ und „Handwerker*in“ pendelnd, lassen sich einfache und praxistaugliche Begleittechniken auch als Nicht-Tastenprofi erlernen. Nur Mut: Nach der Devise „so viel theoretisches Hintergrundwissen wie nötig und so viel Spielpraxis und leicht umsetzbares Werkzeug wie möglich“ lädt dieses Seminar ein, Grundlagen des Klavierspiels systematisch kennenzulernen, Schritt für Schritt und vor allem mit der Möglichkeit, diese gleich praktisch zu erproben.

Die Unterrichtsinhalte werden anhand von Klavierstücken in verschiedenen Schwierigkeitsgraden vermittelt. Für die praktische Arbeit steht allen Teilnehmer*innen ein Tasteninstrument zur Verfügung. Neben dem Unterricht im Plenum besteht die Möglichkeit eines individuellen Klaviertechnik-Coachings.

 

Themen und Inhalte
• Basisklaviertechnik mit individueller Betreuung
- Grundlagen der Spieltechnik: Sitz, Arm, Hand, Finger
- Grundlagen des Anschlags: Anschlagspunkt, Tastentiefe, Geschwindigkeit, Gewicht
- Grundlagen des Übens: Übertriebenes vermeiden, „normale“ Dynamik, Bewegungen, Geschwindigkeit
- Fingersätze und Handpositionen

• Harmonisieren & Begleiten von Melodien
• Akkordsymbole
• Begleittechniken, Spielmuster & Begleitpatterns
• Dreiklangs- & Akkordbrechungen, Rhythmisierungen

 

Arbeitsweisen
• Erarbeitung von technischen Basics und musikalischen Umsetzungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden
• Einzel- und Kleingruppenarbeit
• „learning by doing“: Erarbeiten vorgegebener Songs & Lieder
• Vorstellen verschiedener Modelle und Formen

Durchführung
Für die unmittelbare praktische Umsetzung und Erprobung der Seminarinhalte steht allen Teilnehmer*innen ein Tasteninstrument zur Verfügung. Neben den Unterrichtseinheiten im Plenum gibt dieses Seminar die Chance, in Einzel-Coachings an individuellen klaviertechnischen Fragestellungen zu arbeiten.

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08.10.2021 - 10.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
welt.kultur.praxis: Gamelanmusik

Die interkulturelle Arbeit und der Dialog zwischen verschiedenen Kulturen sind wichtige Themen für die musikalische bzw. musikpädagogische Praxis. Musikschulen und Musikvereine, Musiker*innen, Ensembleleiter*innen u.v.a. stehen vor der Aufgabe, zielgerichtet Angebote zu konzipieren. Unter dem Label welt.kultur.praxis bietet die Bundesakademie Seminare zu verschiedenen kulturellen Schwerpunkten an, um Musiker*innen und Musikpädagog*innen dabei zu unterstützen, diese neuen Aufgaben vor Ort eigenständig und kompetent zu bewältigen und neue Angebote zu gestalten.

Gamelanmusik
Im Fokus des Seminars steht – aufbauend auf einer Einführung in Geschichte, Funktionen und Strukturen indonesischer Gamelanmusik – das praktische Musizieren auf javanischen Originalinstrumenten. Die Teilnehmer*innen erarbeiten traditionelle javanische Stücke und lernen – auch über einen improvisatorischen Zugang – die vielschichtige, orchestrale Gamelanmusik kennen. Auch Gesang wird dabei punktuell eingesetzt. Zudem werden Transkriptionen westlicher Musik für Gamelan (etwa Klavierstücke Béla Bartóks) sowie moderne Gamelankompositionen erarbeitet. Am Ende des Seminars wird die Übertragung der Strukturen javanischer Musik auf europäische Orchesterinstrumente thematisiert; die Teilnehmer*innen lernen entsprechende Beispiele kennen, um diese Musik auch jenseits des originalen Instrumentariums spielen zu können.

Themen und Inhalte
• Praxis und Theorie traditioneller javanischer Gamelanmusik
• Relevanz für Schulen und Musikschulen

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08.10.2021 - 10.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Stimmführer*innen im Amateurorchester

Stimmführer*innen und/oder Konzertmeister*innen bilden ein wichtiges Scharnier im feinen Räderwerk eines Orchesters: eine spannende und herausfordernde Aufgabe, bei der sowohl vielfältige musikalischfachliche wie auch umfassende soziale und kommunikative Kompetenzen gefragt sind. In diesem Seminar geht es um die Einrichtung und Vorbereitung des Stimmenmaterials ebenso wie um die kompetente gestische Führung vom eigenen Instrument aus, um das wichtige musikalische und gruppendynamische Miteinander ebenso wie um die vermittelnde Rolle zwischen Orchesterleitung und Stimmkolleg*innen – kurz: um das gesamte Spektrum der lauten, leisen und Zwischen-Töne, mit denen Konzertmeister*innen und Stimmführer*innen das Zusammenspiel in ihrem Orchester prägen, unterstützen und fördern.

  • Methoden und Wege zur Einrichtung von Stimmen
  • Striche erstellen
  • Leitung von Gruppenproben
  • Methoden und Arbeitsformen gemeinsamen Übens
  • Stimmführung im Gesamtorchester
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09.10.2021
Ort: Landesmusikakademie
Mehrstimmigkeit im Pop- und Jazzgesang - Chorarrangements schreiben mit Sabine Miermeister in Heek und Online

Aus langjähriger Erfahrung mit Pop- und Jazzchören vermittelt die Kursleiterin, wie für unterschiedliche Niveaustufen und/oder für reine Frauen- oder Männerensembles passende Arrangements entwickelt werden können. Thematisiert wird etwa, wie nachvollziehbare Melodien auch für die Begleitstimmen geschrieben werden können, oder wie Chorsätze aussehen, wenn die Alt-Stimme als Leadstimme eingesetzt wird, oder wie reine Acappella-Arrangements entstehen. Dieser Kurs vermittelt anhand von praktischen Übungen, wie zweite, dritte und vierte Stimmen in Bands entwickelt werden und führt dabei in praxisorientierte Musiktheorie für Sänger*innen ein.

Am 9.10.2021 beginnt der Kurs mit einem Präsenztag in der LMA NRW (9:30-17:00 Uhr), in dessen Verlauf die Teilnehmer*innen verschiedenste Anregungen für das eigenständige Arrangieren erhalten.

Fortgesetzt wird der Kurs dann am 13.11.2021 als Online-Workshop via Zoom, an dem die eigenen Arrangements in Einzelcoachings (jeweils 30 bis max. 45 Min.) besprochen werden.

Für die Teilnahme am ergänzenden Online-Workshop sind folgende Schritte notwendig: 

  • Download Zoom Client für die Teilnahme über Computer: https://zoom.us/support/download
  • oder: Download der Zoom App (Smartphones & Tablet)
  • Bitte testen Sie, bevor Sie sich anmelden unter diesem Link, ob Sie sich erfolgreich angemeldet haben: www.zoom.us/test.
  • Empfehlenswert sind: Computer bzw. Laptop (Mobiltelefon oder Tablet gehen auch, sind aber nicht unbedingt optimal), stabiles W-Lan, Kopfhörer bzw. Headset
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15.10.2021 - 17.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Klang-Räume: Begleiten auf Saiten und Tasten - mit Ukulele, Gitarre, Klavier und Keyboard (Modul 5)

Die sechs Module der Reihe „Klang-Räume“ sind als eigenständige, in sich abgeschlossene Veranstaltungen konzipiert und können daher sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination besucht werden.

Saiten- und Tasteninstrumente sind ideale Begleiter, um sich und andere musikalisch zu unterstützen. Wie erstellt man für Lieder und Songs das passende Begleitpattern, wie kann man mit ganz einfachen Mitteln den größtmöglichen Effekt erreichen? Wir möchten Beispiele aus der Praxis aufgreifen, diese gemeinsam aufbereiten, miteinander und voneinander lernen. Das Angebot orientiert sich an den Fähigkeiten der Teilnehmer*innen und reicht von einfachen Grundlagen bis hin zur fortgeschrittenen Begleitung und komplexen Harmonien.

Für die Anmeldung ist die Festlegung auf ein Saiten- bzw. Tasteninstrument notwendig. Ukulelen sollen, Gitarren können mitgebracht werden; Tasteninstrumente sind vorhanden.

Themen und Inhalte bei Ukulele und Gitarre

  • einfache Begleitung von Liedern und Songs
  • Arbeit in kleinen Gruppen nach Kenntnisstand und Instrument
  • Schlag-/Zupftechniken sowie Begleittechniken für Fortgeschrittene
  • Historie, Bau und Spielweise von Ukulele und Gitarre

Themen und Inhalte bei Klavier und Keyboard

  • Begleitpattern in verschiedenen Stilen
  • Entwickeln von eigenen Begleitfloskeln
  • Harmonielehre und Möglichkeiten der Notation
  • die richtige Vorbereitung – das A & O
  • gemeinsames Musizieren auf Saiten und Tasten
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15.10.2021 - 17.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Mixing & Mastering mit Cubase

Anschaulich und mit vielen Praxisbeispielen werden im Seminar die für die Signalbearbeitung relevanten Cubase-Werkzeuge im Detail vermittelt. Die Teilnehmer*innen lernen den Umgang mit dem Kanal-EQ, den zahlreichen Dynamikeffekten und vielen weiteren Mixing-Tools kennen.Es wird zudem vermittelt, wie Kompressoren, Effekte, Equalizer sowie die MixConsole bei der eigenen Produktion eingesetzt werden können.

Themen:

  • technischer und musikalischer Einfluss von EQ/Dynamics/Effekten
  • Praxis-Einsatz: Insert- und Send-Effekte
  • Kanal-Equalizer & Frequency und deren Parameter
  • Cubase-Dynamikeffekt und deren Parameter
  • Cubase-Effekt-Typen wie Hall, Chorus, Delay und weitere Parameter
  • Signalfluss in der MixConsole
  • Sidechaining mit Dynamikeffekten
  • Vorgehen beim Mixdown
  • Tiefen- und Breitenstaffelung bei den Reverbs
  • Finetuning einer Mischung mit Automation
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17.10.2021 - 22.10.2021
Ort: Landesmusikakademie Hessen
JugendPercussionEnsemble Hessen

Deine Leidenschaft ist der Rhythmus, Musik kannst du nicht hören, ohne dich im Takt zu bewegen oder auf Beinen und Tischen mitzutrommeln? Dann komm zum nächsten Probespiel und werde Teil des JugendPercussionEnsembles Hessen!

Das JugendPercussionEnsemble Hessen ist eine Förderplattform, die dir gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten ermöglicht, in die Welt des Schlagwerks abzutauchen und in einer kreativen Atmosphäre deiner Leidenschaft nachzugehen.

Die Mitglieder treffen sich regelmäßig zu Arbeitsphasen in der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, um gemeinsam außergewöhnliche Performances zeitgenössischer Musik auf die Beine zu stellen.

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18.10.2021 - 21.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Chorleitung vermitteln: Methodische und didaktische Impulse für Ausbilder*innen

Die Ausbildungsangebote im Rahmen der D- und C-Ausbildung bilden eine wichtige Basis kirchenmusikalischer Nachwuchsarbeit und -förderung. Zahlreiche hauptamtliche Kolleg*innen engagieren sich auf Diözesan- bzw. landeskirchlicher Ebene in diesen Ausbildungsgängen, übernehmen hier als Lehrende Verantwortung und bringen sich mit ihrer fachlichen und pädagogischen Expertise ein – eine ebenso herausfordernde wie erfüllende Tätigkeit im Kontext der weitgefächerten kirchenmusikalischen Arbeitsfelder.

Das Fach Chorleitung nimmt in den Curricula der Ausbildungsgänge eine zentrale Stellung ein und berührt – neben den unmittelbar fachlichen – vielfältige angrenzende Themenfelder. Aufgrund der besonderen Komplexität des Unterrichtsfaches sind hier Lehrende gefragt, die nicht alleine über höchste Professionalität und umfassende Kompetenzen in sämtlichen Teilbereichen der Chorleitungspraxis verfügen, sondern ebenso vertraut sind mit aktuellen chormethodischen, chordidaktischen wie allgemeinen pädagogisch-psychologischen Themen des Lernens und Lehrens und im Umgang mit Chören, kurz: Kirchenmusiker*innen mit Leidenschaft für das Leiten von Chören und für die Kunst der Vermittlung.

Für diese Zielgruppe – zukünftige sowie bereits tätige Multiplikator*innen, die im Fach Chorleitung in der Ausbildung nebenberuflicher Kirchenmusiker*innen wirken bzw. wirken werden – bietet die Bundesakademie in Kooperation mit dem Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland und der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmalig eine umfassende Weiterbildungsmöglichkeit an. In einem zweiphasigen, aufbauend konzipierten Fortbildungskonzept besteht nunmehr die Möglichkeit einer pädagogisch-methodisch-didaktischen Qualifizierung, in deren Fokus das gemeinsame Erarbeiten und Reflektieren zeitgemäßer Vermittlungswege in der Chorarbeit steht. Diese curricular-methodische Ausbildung kann mit einem Zertifikat aller drei Veranstaltungspartner abgeschlossen werden und so als angeordnete berufliche Fortbildung bzw. freiwillige Fortbildung als Weiterqualifikation von den Diözesen und Landeskirchen anerkannt werden. Eine Zulassungs- oder Abschlussprüfung findet nicht statt.

 

Themen und Inhalte


Methodik der Lehre
• Unterrichtspraxis – Lehrproben – Reflexion
• Methoden – Wege – Zugänge
• Möglichkeiten – Gestaltung – Einsatz von Stimmbildung
• Sprechen und Sprache im Unterricht
• Unterrichtsstile und Haltungen

Konzepte der Vermittlung
• Lern/Lehr-Konzepte
• Präsentation und Kommunikation
• Prüfungen (Grundlagen und Formen)
• Reflexion und Evaluation

Lehrbücher & Unterrichtsmaterialien
• Überblick und Vergleich: Terminologien, gestische und methodische Konzepte
• Varietas delectat: Auswahl – Einsatz – Anwendung von Materialien

(gruppen-)psychologische Aspekte der Chorleitung
• Rolle, Aufgabe und Funktion als Leitende*r
• Selbstverständnis und Persönlichkeitsaspekte
• Gruppendynamik als eine wertvolle Ressource
• die Kräfte der Gruppe und ihr Einfluss auf Motivation und Probenatmosphäre
• explizite und implizite Regeln für das Miteinander

Foren – Austausch – Diskussion
• Chorleitungsvermittlung: Erfahrungen & Erwartungen
• aus der Praxis lernen: Best and Worst Practice

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21.10.2021 - 24.10.2021
Ort: Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen
Gordon's Music Learning Theory: Durch Hören zum Verstehen

„Die Fähigkeit, Musik zu verstehen, ist keine Begabung, die nur einigen vorbehalten ist: Alle Menschen besitzen sie.“
Die Frage, wie Musik im günstigsten Fall gelernt werden kann, stellt sich seit ihrer Entstehung. Dieser Frage nachgehend entwickelte Edwin E. Gordon in über 50 Jahren der Forschung und Unterrichtspraxis seine Music Learning Theory. Sie bietet Hintergrundwissen zum musikalischen Lernen an, welches eine fruchtbare Reflexion bestehender Unterrichtsmethoden ermöglicht und neue unterrichtspraktische Perspektiven eröffnet. Prozesse, die dem Erlernen der Muttersprache gleichen: Aus ersten Nachahmungsversuchen erwächst ein eigener musikalischer Wortschatz, zunächst hörend, später singend. Das Prinzip „Sound before Sign“ eröffnet Wege für eine hörende und klingende Auseinandersetzung mit einem musikalischen Phänomen, bevor es lesend in der Notation erkannt wird. Dies schärft die innere Klangvorstellung und schafft Raum für „Audiation“: Dieser Kernbegriff der Lerntheorie Gordons meint die Fähigkeit, Musik zu hören und in ihrer musikimmanenten Struktur zu verstehen, auch wenn sie nicht oder nicht mehr physikalisch erklingt (Edwin E. Gordon, Learning Sequences in Musik, S. 361). Die Entwicklung der Audiationsfähigkeit umfasst rhythmische und tonale Inhalte sowie Artikulation, Intonation, Phrasierung oder musikalische Gestaltung. Durch vielfältige musikalische Anregungen kann das natürlich vorhandene musikalische Potenzial eines Menschen positiv beeinflusst werden. Bei der Arbeit in Anlehnung an die Music Learning Theory wird dieses Wissen im Unterricht mit allen
Altersstufen angewandt. Ziel der Music Learning Theory ist es, Menschen durch einen stufenweise aufbauenden Prozess zu eigenständigem innermusikalischem Denken und Handeln zu führen. Dieses Basisseminar in enger Zusammenarbeit mit der Gordon Gesellschaft Deutschland e.V. eröffnet in vielfältigen Praxisbeispielen einen ersten Einblick, wie man die Prinzipien der Music Learning Theory in die eigene Unterrichtspraxis kreativ einbinden kann. Den Teilnehmer*innen wird anhand von motivierenden Spielideen und aufeinander aufbauenden Unterrichtssequenzen aufgezeigt, wie musikalisches Lernen im Sinne Gordons gestaltet werden kann.

Themen und Inhalte
• Inspirationen für einen an natürlichen Lernprozessen orientierten Musikunterricht
• Einführung in die Grundlagen der vorbereitenden Audiation und Audiation in der Musiklerntheorie Edwin E. Gordons
• Hören – Erkennen – Lesen – Musizieren: die Lernstufen im Überblick
• Aufbau eines vielfältigen Sing- und Bewegungsrepertoires als Grundlage für elementares musikalisches Lernen
• funktionsbezogene relative Solmisation & Gordons Rhythmussprache
• Rudolph von Labans Bewegungstheorie als Tool für die Entwicklung metrisch-rhythmischer Fertigkeiten
• Praxisbeispiele, Unterrichts- und Spielideen

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22.10.2021 - 24.10.2021
Ort: Staatliche Jugendmusikschule Hamburg
ESTA Kongress der Sektion Deutschland

Kursbeschreibung: Der diesjährige Kongress der European String Teachers Association (ESTA) Deutschland stellt methodische Fragen der Streicherpädagogik in den Mittelpunkt - es soll diesmal die Selbstwahrnehmung thematisiert werden. Wir fragen uns mit Heinrich Jacoby »Gibt es Begabung?«

Inhalte:

  • Progression im Unterricht, - u.a. auch mit Diskussion, zu Fragen wie: Wann führe ich welche Themen ein? In welchem Alter kann man Was erwarten?
  • Im Fokus stehen Aspekte der Bogenführung und die Einführung bestimmter Stricharten, nach hohen und tiefen Streichern getrennt.
  • Thematisierung unserer Selbstwahrnehmung: Welchen Platz haben Stille und Muße im Unterrichtsgeschehen? Was pädagogische Autorität aus?
  • Improvisation
  • Konkrete Übungen zur Musikergesundheit

Programm und Dozententeam werden ab Ende März 2021 bekannt gegeben und sind unter www.landesmusikakademie-hamburg.de und www.esta-de.de einsehbar.

Organisatorisches: Für die Tage des Kongresses ist außerdem eine Fotoausstellung
mit Musikerporträts des Rostocker Künstlers Hans Pölkow geplant.

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23.10.2021 - 24.10.2021
Ort: Hamburger Konservatorium
TAKETINA - Rhythmuspädagogik nach Reinhard Flatischler

Kursbeschreibung: TAKETINA ist ein Lernprozess, der das in jedem Menschen angelegte rhythmisch-musikalische Körperwissen aktiviert und ein profundes Rhythmusgefühl entwickelt.

Ein Kreis von Menschen bewegt sich in TAKETINA zum tragenden Puls einer Basstrommel. Der Körper wird zum Musikinstrument: Schritte, Klatschen und Vokalrhythmen verbinden sich zu einer vielschichtigen, lebendig pulsierenden Körpermusik.

Inhalt: Wir werden auf spielerische Weise unsere Wahrnehmung und Koordination herausfordern, indem wir nicht nur klatschen, sondern mit beiden Händen unterschiedlich klingende Rhythmen spielen, und zwar mit Caxixis (Rasseln) und Grelots (Fingerglocken). Dies stärkt die Rechts-Links-Unabhängigkeit und die rhythmische Orientierung, und erweitert die Fähigkeit, mehrstimmig zu hören / zu gestalten. Der Kopf wird frei, wir finden in eine entspannte, zentrierte Wachheit und das Ganze macht überdies viel Spaß.

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25.10.2021
Ort: Landesmusikakademie Hessen
Tanz und Bewegung in der Kita

In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie mit einfachen Mitteln kreative Prozesse erlebbar machen können. Mit Bewegung und Tanz können Sie Kindern am besten die Möglichkeit bieten, gestalterische Prozesse zu erleben und damit zu experimentieren. Wecken Sie tänzerischen Ausdruck und Kreativität, erforschen Sie neue Bewegungsqualitäten, stärken Sie spielerisch Koordination, Feinmotorik, Ausdauer, Körper- und Rhythmusgefühl.
Tanz ist wie eine Reise, auf der es keinen Anfang und kein Ende gibt, die uns verändert und bewegt. Starten Sie mit vielen Praxisbeispielen die Forschungsreise Tanz und Bewegung in der Kita.

Bitte bequeme Kleidung, Stoppersocken oder Sportschuhe mitbringen.
Es sind keine tänzerischen oder musikalischen Vorerfahrungen erforderlich.

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29.10.2021 - 31.10.2021
Ort: Landesmusikakademie Hessen
Saxophon Total

Unter Anleitung vier erfahrener Saxophonpädagog*innen werden Sie in verschiedenen Ensembles unterschiedlicher Größen und Zusammensetzungen musizieren. Jede der vier Musiker*innen wird auf die Eigenarten „ihres“ Instrumentes (Sopran, Alto, Tenor, Bariton) eingehen.

Neben den Ensemblestunden können Sie intensive Workshops für Basics wie richtige Atmung, Haltung, Ansatztechniken, richtiges Üben und Verbesserung der Fingertechnik besuchen. Für Fortgeschrittene stehen Themen wie Überblastechniken, Vibrato, Blues und Funk auf dem Programm. Daneben steht das Dozententeam für Fragen bezüglich des Setups, Mundstücke, Blätter, Blattschrauben sowie Literaturkunde mit Ratschlägen zur Seite. Highlight des Kurses wird für viele wieder das gemeinsame Musizieren im großen Saxophonorchester mit allen Teilnehmenden sein.

Ein gemeinsames Abschlusskonzert mit Beiträgen ausgewählter Kleinensembles, dem großen Saxophonorchester und dem Quartett Vierfarben Saxophon bildet das Ende eines abwechslungsreichen Wochenendes.

Daneben können Sie in der umfangreichen Notenausstellung des Saxophonfachverlages ChiliNotes stöbern sowie Mundstücke, Blätter und Blattschrauben der Firma Vandoren testen.

Weitere Informationen:
- Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 48 begrenzt. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
- In den Klein-Ensembles erhalten Sie mind. 150 Minuten Unterricht bei einem der Dozent*innen. Bestehende Ensembles bleiben in ihrer Formation und können Literatur mitbringen, an der gearbeitet werden soll. Einzelanmeldungen werden zu kleinen Ensembles zusammengefasst. Um Literatur kümmert sich das Dozententeam.
- Die Noten für das große Saxophonorchester erhalten sie ein paar Wochen vorher per E-Mail.

Website Vierfarben Saxophon - Saxophonquartett http://www.vierfarbensaxophon.de

Details

Die hier dargestellten Kurse und Veranstaltungen sind ein Auszug aus dem Informationsportal Musikalische Fort- und Weiterbildung des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ). Jährlich erfasst das MIZ mehr als 2.000 offen ausgeschriebene Musikkurse, Kongresse, Musiklehrgänge sowie Seminare und Workshops im Bereich Musik von über 300 Anbietern aus ganz Deutschland.

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Akademien in Deutschland